Kennst du dein "Ikigai"?

14.04.2018
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Ikigai ist der japanische Begriff für „Lebenssinn“, also das, wofür wir morgens aufstehen. Naja, zumindest wäre es schön, wenn bei allen Menschen Ikigai der Grund dafür wäre. Dann bräuchte es wahrscheinlich auch keinen Kaffee mehr und viele andere Dinge. Allerdings müssten wir dafür überhaupt erst einmal wissen, was unser individuelles „Ikigai“ ist. Wer seines bereits kennt und umgesetzt hat, der lebt bereits sein volles Lebenspotenzial und ist demnach auch entsprechend glücklich. In Japan wurde dazu eine Studie angestellt. Diese verlief über die Dauer von 7 Jahren und ergab, dass die Mortalität derer, die in Ihrem Leben kein Ikigai empfanden, um mehr als 10 Prozent höher war, als die der Teilnehmer, die ihr Ikigai lebten. 
 

Aber was bedeutet nun die Skizze und wie finden wir heraus, was unser Lebenssinn ist? 


Geld spielt in diesem Konzept erst einmal eine untergeordnete Rolle. Genauso wie die Einflüsse von außen (z.B. Erwartungen von Gesellschaft, Freunden oder Familie). Es geht ja um dein Lebensglück - ganz wichtig.

 

Jeder der vier großen Kreise stellt dich vor eine Frage. Diese lauten:

  1. Was liebe ich?
  2. Was braucht die Welt?
  3. Wofür würden mich Menschen bezahlen?
  4. Worin bist du gut/hast du ein Talent?

Ikigai ergibt sich aus der Schnittmenge dieser vier verschiedenen Lebensbereiche und jeweils deren vier Überschneidungen. So zeigt die Überlappung von zwei nebeneinander liegenden Kreisen auf, welche Funktion damit erfüllt wird. Nehmen wir beispielsweise das Segment zwischen „Was du liebst“ und „Worin du Talent hast“. Diese beiden zusammen ergeben unsere Leidenschaft, unsere „Passion“ für etwas z.B. in Form eines Hobbys.
Aber erst wenn alle vier Bereiche gelebt werden und zueinander in Balance sind, erfahren wir als zentralen Knotenpunkt unser Ikigai. Quasi der ideale Punkt, an dem etwas seine optimale Wirkung entfalten kann. Oder anders gesagt: Das, wo sich die eigenen Talente und Leidenschaften mit dem überschneiden, was die Welt braucht und wofür wir auch entsprechend entlohnt werden.


Im Coaching arbeite ich hin und wieder gerne mit dem Ikigai-Modell. Zusammen mit dem Klient können so beispielsweise seine Leidenschaft, Stärken, Ressourcen oder Werte herausarbeiten und vergegenwärtigt werden. Aber auch wenn die Lebenssituation als unzufriedenstellend empfunden wird, oder sich der Klient in einer Sinnkrise erlebt, kann das Modell ein hilfreicher Wegweiser für die nächsten Schritte sein. Ebenso eignet es sich, um zu prüfen, ob man irgendwo eine Unausgeglichenheit im Lebenskonstrukt hat, die optimiert werden kann. 

Teste es doch einfach mal für dich selbst ein bisschen aus und prüfe, ob etwas nicht so richtig passt oder stimmig ist für dich. Es kann auch sein, dass du auf etwas gar nicht so leicht eine Antwort findest.

Dann helfe ich dir gerne in einem meiner Coachings weiter!


 

Zuletzt geändert am: 14.04.2018

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